Graupner X-412 -2,4GHz Umbau und was sonst noch nützlich ist

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Graupner X-412 -2,4GHz Umbau und was sonst noch nützlich ist

Beitrag#1von FaTu » 11. Dez 2012, 21:21

Werde hier ein paar nützliche und sinnvolle Umbauten an der Graupner X-412 zeigen.


2,4GHz Umbau

Vorweg ein paar Worte:
Umbaubar ist eigentlich jede Anlage mit PPM Signal zum HF-Modul (Sendemodul).
Bei einigen Anlagen kann man ein fertiges 2,4giga Modul einstecken, bei einigen ist das Modul nicht wechselbar, sondern fest verbaut, wie auch bei der Graupner X-412.

Was brauche ich für den Umbau?
Für den Umbau wird nicht viel benötigt, lediglich eine Funke mit dem erwähnten PPM Signal, das 2,4Ghz Modul, ein wenig Erfindergeist und ein Lötkolben.

Wie teuer ist der Umbau?
Je nach Anforderungen an das Modul kostet ein Umbau inkl. Empfänger zwischen 40€ und 90€.

Ist der Umbau schwierig?
Der Umbau ist vom Prinzip her nicht sehr schwierig, allerdings sollte man ein Grundverständnis in Elektronik mitbringen und etwas löten können. Auch Grundkenntnisse in Tetris sind nicht grade hinderlich

Wann kann es losgehen?
Im nächsten Post geht es los!

Verbaut wird das FrSky V8HT Modul, aber mit vielen anderen Modulen (zb. Corona)funktioniert es 1:1 geauso, zu beziehen ist alles beim Netten Hobbykönig aus China...
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Re: Graupner X-412 -2,4GHz Umbau und was sonst noch nützlich ist

Beitrag#2von FaTu » 11. Dez 2012, 21:55

Und los gehts, das "Opfer' der Operation ist eine Graupner X-412 die im 40MHz FM Bereich sendet.... bis jetzt!

Als erstes werden Antenne, Quarz, Akkudeckel und auch der Akku entfernt, und das Gehäuse an den 6 Schrauben geöffnet.

Danach haben wir die Fernsteuerung so vor uns liegen:
Bild
Sehr schön erkennen wir hier die Elektronikplatine und das große 40MHz HF Modul in der Mitte.
Hier macht Graupner es den Modellbauern sehr einfach, da dort nur 3 Kabel hinführen.
Schwarz = Minus
Gelb= PPM Signal
Rot = Plus
Und genau dort setzt das 2,4GHz Sendemodul an.
Im Normalfall wird dann einfach das 40MHz Modul gegen das 2,4GHz Modul ausgewechselt und die neue Antenne nach aussen gelegt, für die "Binde-Taste" und die LED ist dann im alten Quarz-Steckplatz Raum geschaffen.

Da ich aber das 40MHz Modul weiternutzen will habe ich etwas Tetris-spielen müssen.
Nach dem Ausbau der Elektronikkomponenten hat die Bindetaste und die Status-LED ihren Platz unter der Elektronikplatine gefunden.
Bild
Und hier hat sich das Sendemodul eingefunden, direkt unter dem "alten" HF-Modul
Bild
Schön bei der X-412 ist, das Graupner auf einen Modul-Baukasten zurückgegriffen hat und so, oben links und rechts unter den Aufklebern noch Löcher versteckt sind.
In ein Loch passt perfekt ein Schalter, mit dem ich den Plus der beiden Module umschalte, in das andere passt perfekt die Durchführung für die Antenne. So spart man sich unnötiges Bohren im Gehäuse und man kann sehr komfortabel zwischen 40MHz und 2,4GHz umschalten.
Von hinten sieht das ganze dann so aus:
Bild

Zusätzlich habe ich die X-412 noch auf LiPo umgebaut und ein Spannungs-Display verbaut.
Die 3 "alten" Spanungs-LEDs waren auf einer Art Trägerplatte montiert, diese Trägerplatte habe ich nachgebaut und das Display darein verbaut und + und - vom Display HINTER dem Ein- und Ausschalter an + und - der Spannungsversorgung angelötet, wenn mit Display NiMH Akkus in der Funke verwendet werden sollen empfiehlt sich der Einbau eines Kondensators parralell zum Display, da es relativ "aggressiv" auf kleine Spannungsschwankungen reagiert.
Und so sieht die gute dann aus:
Bild

Zu guter letzt habe ich dann auch noch einen Twin Stick gebaut. Beide Sticks sind trimm- und umkehrbar, bei viel Wohlwollen meiner Motivation kommt da auch nochmal nen Klecks Farbe drauf.
Bild

So far, bei Fragen fragt gerne, wenn ihr keine habt spricht das für meinen Bericht :mrgreen: :lol:
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Re: Graupner X-412 -2,4GHz Umbau und was sonst noch nützlich ist

Beitrag#3von gnoib » 12. Dez 2012, 00:05

sehr gut Fabian.

Jetzt wollen wir natuerlich noch sehen wie du das Twinstick dingens bumsda gebaut hast.
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Re: Graupner X-412 -2,4GHz Umbau und was sonst noch nützlich ist

Beitrag#4von FaTu » 13. Dez 2012, 18:23

Danke Gue!

Habe für den Twinstick ne alte Funke mit passenden Potis genommen, ein wenig gesägt, gelötet und am Ende alles auf einen Haufen gelegt und ne Spax durchgejagt....
Nein, ganz so einfach wars auch wieder nicht, werde die Tage mal nochmal aufmachen den Laden und ein paar Fotos nachreichen ;)
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Re: Graupner X-412 -2,4GHz Umbau und was sonst noch nützlich ist

Beitrag#5von jörg » 13. Dez 2012, 20:20

also FaTu respekt,
ich finde es absolut beruhigend jemanden wie dich hier zu wissen, alles was nur annehernd mit strom zutun hat oder nicht zu sehen ist wie strom flöst mir angst ein.
ich hoffe ich darf bei problemen auf dich zukommen.
beste grüße aus thüringen
jörg
als gott den mann schuff, übte sie nur.
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Re: Graupner X-412 -2,4GHz Umbau und was sonst noch nützlich ist

Beitrag#6von FaTu » 13. Dez 2012, 20:35

Hallo nach Thüringen,
werde natürlich im Rahmen meines Wissens mit Rat und Tat zur Seite stehen, dafür ist ein Forum doch da :lol:
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Re: Graupner X-412 -2,4GHz Umbau und was sonst noch nützlich ist

Beitrag#7von FaTu » 2. Feb 2013, 15:25

Baue demnächst im Auftrag eine weitere X-412 um. Der Unterschied wird sein, dass das 40MHz Modul komplett rausfliegt und der Bindeknopf dadurch in den Quarz-Steckplatz positioniert wird und die Antenne durch das "Originale" Antennenloch geht.
Beim Modul handelt es sich um das Telemetrie-Modul, so dass noch der Ausgang für die Telemetrie und der für für den Umschalter zwischen den verschiedenen Modi verstaut werden muss.
Ich werde dazu auch wieder einen Baubericht machen, da es ja doch ein paar Unterschiede gibt.

Gruss,
Fatu
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Re: Graupner X-412 -2,4GHz Umbau und was sonst noch nützlich ist

Beitrag#8von FaTu » 20. Feb 2013, 20:48

So, vor ein paar Tagen sind die Bauteile gekommen, heut hab ich mich ans Basteln gemacht.

Auf dem ersten Bild sieht man die Trägerplatte, mit montiertem Modul (dadrunter) und dem Setup knopf bzw. der Status-LED oben drauf.
Auf dem zweiten Bild sieht man den "Antennenausgang", also wo die Antenne aus dem Gehäuse kommt.
Auf dem dritten Bild sieht man eine Gesamtansicht von vorne und auf dem vierten eine Ansicht von hinten, wo man die Binde-Taste und Status-LED im ehemaligen Quarz-Steckplatz.
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