Seefalke

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Seefalke

Post#1by Fuzzy » 19. Oct 2018, 17:37

Vorgestern gegen 16 Uhr war Jungfernfahrt mit meinem neuen Modell,einem Seefalkeähnlichen Schlepper in 1:75.

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Er ist mein erstes Modell in 1:75,es sollte größer als alle vorherigen werden.Der Grund waren die hohen Welle der Schiffe meiner Vereinskameraden die immer dann entstanden wenn sie meinen Kurs kreuzten.Ihre Modelle sind mindestens 1:75 oder gar 1:50,mit 1:100 geben die sich nicht ab. Dagegen hatte Brandenburg und erst recht nicht Kaiserin Augusta eine Chance, bei jedem Fahren bestand die Befürchtung durch ihre großen Wellen versenkt zu werden.

Vom Modell wollte ich keinen großen Hermann machen, es sollte nur rasch fertig werden.Hat leider nicht geklappt,Abschippern war letzten Samstag dem 13.

Seefalke habe ich mir ausgesucht weil ich schon seit langer Zeit einen Schlepper haben wollte,hatte mir vor ein paar Jahren sogar mal einen bei E gekauft,wegen der guten Qualität dann aber in der Tonne entsorgt.

Seefalke wurde zwar nicht während der Kaiserzeit,die ich modellmäßig bevorzuge erbaut hat aber in der Weimarer Republik mitgeholfen die Wracks der versenkten Hochseeflotte zu beseitigen.

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Vor 45 Jahren zeichnete ein Mitglied des Arbeitskreis historischer Schiffbau einen Modellbauplan vom Hochsee- und Bergungsschleppers Seefalke.Das Original existiert noch,als Museumsschiff im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven,nur ca. 2 Autostunden entfernt von mir
Was lag also näher an einem Sonntag dorthin zu fahren und das Schiff ausgiebig zu fotografieren.

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Bei dieser Gelegenheit erkundigte ich mich auch nach ev.noch existierende Originalunterlagen hatte aber kein Glück.

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Mit freundlicher Genehmigung des DSM
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In 1:75 ist das Modell ungefähr 70 cm lang.Schon einige meiner ersten Modelle wie z.B. Thüringen, ein Modell von 168 cm Länge,war u.a.für Raucherzeuger vorbereitet,hat jedoch nie welche erhalten.
Das sollte diesmal anders werden deshalb entschied ich mich dazu eine Form zu bauen um davon einen GfK Abguß zu machen.Der sollte leicht, dabei aber stabil werden,vor allen Dingen sollte er innen möglichst glatt sein,also ohne Spanten.
Das dazu benötigte Urmodell besteht aus billigsten Baumarktsperrholz sowie Balsaleisten als Beplankung
Wie schleifen und spachteln geht weiß jeder der schon mal ein Modell in Eigenregie gebaut hat,deshalb lasse ich dieses Thema weg.

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Ich habe es in Enzianbblau gespritzt,nicht weil ich Bayer bin, sondern weil davon noch genügend vorhanden war.

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Über Kopf auf einer Styrodur Platte die entsprechend der Deckkimmung angepasst wurde

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Um die Styrodurplatte herum ist die Formkiste gebaut die dann mit Siliconkautschuk gefüllt ist.

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Form und Urmodell

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Innerhalb der Form klebe ich immer schon die Deckauflagen ein, das hat den Vorteil das mittels der eigens dafür zurecht gesägten Leisten ein gleichmäßiger umlaufender Abstand für mein Deck eingehalten werden kann,zudem wird der Rumpf szabilisiert,er kann sich nicht mehr verziehen.

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ausgeformt
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Inzwischen sind die Schlingerkiele aus Alu und beide Wellen drin
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Re: Seefalke

Post#2by gnoib » 19. Oct 2018, 23:56

super.

Das mit em Silikonguss finde ich interessant.
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Re: Seefalke

Post#3by Schlossherr » 20. Oct 2018, 02:02

Hallo "Fuzzy", eine feine Idee von Dir, uns Dein "Seefalkenprojekt" auch hier zu beschreiben, herzlichen Dank dafür.
Ich hoffe, Dein Bericht mit Bildern geht auch bis zur Fertigstellung hier weiter.

Würde mich freuen.

Ach ja, das mit den wilden Kapitänen und ihren viel zu schnell geführten Modellen bei Schaufahrten, da kann ich mit meinen 1:100-tern auch ein Lied singen. :roll:
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Re: Seefalke

Post#4by Fuzzy » 21. Oct 2018, 22:16

................Ich hoffe, Dein Bericht mit Bildern geht auch bis zur Fertigstellung hier weiter.


willst du damit etwas andeuten? :?
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Re: Seefalke

Post#5by Schlossherr » 21. Oct 2018, 22:40

oh nein Günther, war nur ein offenherziger Wunsch ohne jegliche Hintergedanken !
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Re: Seefalke

Post#6by diddy99 » 22. Oct 2018, 12:04

ich schätze mal, das mit dem silikon war ganz schön teuer. bezugsquelle???
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Re: Seefalke

Post#7by Fuzzy » 22. Oct 2018, 23:04

Was verstehst du unter teuer?
Wenn du dir einen Rumpf bei XYZ für,sagen wir mal 60 Euro kaufst, weißt du nicht was du bekommst,wahrscheinlich nur den nackten Rumpf,ev mit Fehlern.Fehler kannst du selbst machen,dafür brauchst du niemand anderen der für seine Fehler auch noch dein Geld haben will

Wenn du dir selbst eine Form baust und davon einen Rumpf abziehst der bestimmt auch Fehler hat,bist selbst Schuld,warst vielleicht zu blöd,hast etwas nicht gewusst oder nur schludrig gearbeitet,auf jeden aber Fall hast du Erfahrungen gesammelt.

Meine Form hat 10 kg Silikon geschluckt. In Summe 120 €.
Wenn ich nur einen Rumpf verkaufe habe ich die Kosten raus.
So rechne ich jedoch nicht.Im April habe ich mit dem Modell begonnen.Bis jetzt sind das ungefähr 180 Tage.
Früher habe ich geraucht,eine Schachtel kam damals 5 €.

5 € X 180 Tage sind 900 €. :roll:
Andere Leute züchten Tauben oder spielen Lotto,du weißt was ich damit sagen will

Silikon bekommst du fast an jeder Ecke,meins kommt von R&G

Modellbauer probieren gern mal etwas,jedenfalls ich.
Ein Kollege baut seine Schiffspropeller selbst,das habe ich vor etlichen Jahren zwar auch schon mal getan jedoch für nur Standmodelle.
Dieses mal wollte ich seine Technik ausprobieren,schaun mer ma ob es was wird.

Die erste Probe aus Restmaterial 1,0 mm ist leider in die Hose gegangen,das Material,1,0 mm, ist zu dick,Hartlöten ist ungeeignet weil die Blätter zu dünn für die dicke Nabe sind
Bis die Nabe die richtige Temperatur hat sind die Blätter längst ausgeglüht.
Zudem sollte man die Blätter erst nach dem verputzen der Nabe in den richtigen Winkel biegen,nicht vorher,wie ich´s getan habe.

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Die dritte und vierte Schraube aus 0,7 er Blech sind weichgelötet,verputzt und die Blätter erst dann in den richtigen Winkel gebogen.Sie sind einigermaßen geworden,
Was ist der richtige Winkel?

Selbst gemachte Schrauben sehen zwar nicht so schön aus wie gekaufte,dafür sind es sozusagen Verstellpropeller
Man kann die Blätter jederzeit in einen anderen Winkel biegen,wie oft weiß ich noch nicht Image
Jedenfalls ist der dritte und vierte Versuch für mich zufriedenstellen ausgefallen,das Bild am Anfang des Bauberichts entstand mit den selbst gebauten Propellern
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Re: Seefalke

Post#8by gnoib » 23. Oct 2018, 00:59

Die sehen sehr sauber aus.

Das mit den Formen selber machen, ist wie bei den Seglern mit dem Bleibalast, aufwending und nicht preiswert, aber wenn man die Formen aufhebt, kann man immer wieder neue machen, wenn noetig.Ausserdem kommt ja auch da der bastel Spass dazu.
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Re: Seefalke

Post#9by Fuzzy » 27. Oct 2018, 13:16

So weiter geht´s
Das Heckabschlussteil oder aber auch das hintere Schanzkleid, je nach dem wie man es nennen will,wurde über eine entsprechende Form aus Balsa laminiert.Es ist erst mal nur provisorisch aufgestellt.Beide Motoren sind drin,jedoch nur provisorisch.Damit sie nicht Geräusche von sich geben wie mein erstes Moped,sind sie in Gummilager eingebettet.
Ihr Probelaut erfolgt in kürze.

Wie weit die Aufbauten sind sieht man im Vordergrund,allerdings fehlt mir noch eine Idee wie ich sie auf Deck befestigten soll,und zwar so das sie abnehmbar sind um ins Innere des Modells zu gelangen.

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Re: Seefalke

Post#10by Schlossherr » 27. Oct 2018, 17:33

diese Rumpfform gefällt mir schon immer sehr, wäre Dein "Seefalke" in 1:100 könnte ich schwach werden.....

Ich habe dazu in einem befreundeten Nachbarforum noch ein Bild gefunden:
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