USS Monitor

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Re: USS Monitor

Beitrag#11von Tommy740 » 9. Jan 2014, 11:36

Klasse !
Ich bin eigentlich nicht so der Fan von Amerikanischen Kriegsschiffen, aber dieses Schiff gefällt mir. Interessant ist vor allem die Bauweise :shock:
Gefällt mir sehr :)



mfg Tommy
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Re: USS Monitor

Beitrag#12von I.AO † » 9. Jan 2014, 11:43

Tom wen dir das hier gefällt wärne SMS Rhein oder SMS Mosel was für dich . die werden wohl dieses Jahr noch als Bausatz in 1:100 raus kommen .
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Re: USS Monitor

Beitrag#13von jürgen waldmann » 9. Jan 2014, 12:25

Danke für die Übersichten ,
meines W. war aber " während des Bürgerkrieges " die Flagge mit weniger Sternen , denen der Südstaaten , die wollten ja raus aus der Union !
Das sagte mir ein Kumpel , von dem ich die von mir gezeigte Flagge habe !! ??
Gruss Jürgen
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Re: USS Monitor

Beitrag#14von gnoib » 9. Jan 2014, 16:19

Die Landstreitkraefte hatten ein bunte Fahnenvielfalt, da sie ja oft aus Miliezen und Freiwilligen Verbaenden bestanden. Das brachte ein paar Kuriositaeten, z.B. waehlten sie ihre Offiziere oder die Soldaten hatten Zeitvertraege und wenn die ausliefen gingen sie nachhause und so weiter.
Manche erkannten nur den Commonwealth als original USA an und haben nur 13 andere nur den Norden und haben 18 Sterne, ein ziemliches Durcheinander.
Die Navy war sehr straff organisiert und bestand aus Berufsoffizieren und Matrosen und Soldaten, deswegen gab es auch eine ganz Klare Regelung im Bezug auf die Flagge und Wimpel.
Da waerend des Buergerkrieges einige Terretorien zu Staaten wurden, wurde die Flagge angepasst.
Im Gegensatz zu den Landstreitkraeften hat die Navy nie die abtruennigen Staaten aus der Flagge gestrichen, d.h die Sterne entfernt.
In meinem 2. Link kanst Du sehen wie sich die Navy Flagge veraendert und die Sterne der neu zu gekommenen Staaten aufnimmt.
1861 bis 63 hatte die Navyflagge 34 sterne

Die spinnen die Amis :mrgreen:
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Re: USS Monitor

Beitrag#15von gnoib » 10. Jan 2014, 02:45

Ich erklaere das noch mal ein bischen aus der Sicht der amerikanischen Geschichte.
Da ich hier seit 30 Jahren lebe habe ich mich ein bischen mit der Kultur und der Geschichte auseinandergesetz, natuerlich auch mit dem Militaer. Muss ja die eingeborenen irgendwie verstehen.
Das amerikanische Militaer hatte ein kleines Kor von Berufssoldaten, das Gross wurde von Militzen und Buergerwehren gestellt, die nur im Ernstafall eingezogen wurden, oder aufgerufen wurden. Amatoer Soldaten im besten Sinn.
Die Milizen und Buergerwehren unterstanden nicht der Bundesregierung, sondern der Stadt, dem Regierungsbezirk oder dem Staat, der sie einberief.
Im militaerischen Sinn waren sie ein ungeordneter Sauhaufen, uneinheitlich bewaffnet, waehlten ihre Offiziere, hatten Zeitvertraege, trugen Uniformen die sie selber waehlten und wurden oft von den gewaehlten Offizieren bezahlt, mit privat Vermoegen oder durch Spenden.
Das war ueblich bis rund Mitte des Buergerkrieges, besonders im Norden.
Im Sueden sah das anders aus, obwohl es eine Freiwilligen Armee war. Da gab es eine gute militaerische Hirachie. Straff organiesiert.
Der Sueden hatte am Anfang einen grossen Vorteil West Point, die Kaderschmiede des Militaers lag im Sueden. Viel der Kadetten und Offiziere waren Suedstaatler und schlossen sich natuerlich dem Sueden an. Das war ein grosser Verlust fuer den Norden, der nun auf die Diletanten und einem sehr kleinen professionellen Offizierskore angewiesen war.

Die einzige Einheit die weiterhin, aussschlieslich professionell gefuehrt wurde, im Norden, war die Navy. Die Navy war einheitlich durchorganisiert und bestand aus berufs Offizieren und Matrosen und hat nie die Seperation anerkannt. Fuer die Navy des Nordens gab es nur ein Land, ganz egal was der Sueden machte.
Die Navy rekrutierte ihr Offiziere auch nicht aus West Point, sondern die kamen ja aus dem Schiffsdienst. Ihre Offiziere und Matrosen hatten in vielen Faellen auch auslaendische Nationale Zugehoerigkeit, da war ganz Europa vertreten, freiwillig oder gepresst.
Um ein Schiff der damaligen Zeit zu fuehren und zu bemannen, verlangte ausserordenliche Disziplin und natuerlich auch ihre Durchsetzung, dragonisch, brutal, grausam.
Im Vergleich dazu waren die Landsoldaten ein lockerer Haufen, der Alptraum eines jeden Kapitaen. Politisch gespalten, von einem extreme zum anderen, Desertation, unfaehige Offiziere , Meuterein, Regimenter verliessen vor der Schlacht das Feld, Vertrag war ausgelaufen etc.
Erst spaeter wurde im Norden das Militaer einheitlich organiesiert, weil man mit dem Sauhaufen ja keinen Krieg gewinnen konnte.
Die Armee des Potomac und ihre Geschichte sind das beste Beispiel fuer den Diletantismus. Das aenderte sich unter Grand, der dann den Krieg beendetete.

Wegen diesen grossen Unterschieden, Navy, Army, muss man beruecksichtigen, dass ersten die sehr gute Organisation der Navy und ihr Denkschema, eine Nation, sich auch in ihren Fahnen, Union Jack, und Wipfeln ausdrueckt und zweitens das sie jeden Staat der den Status Staat bekam in ihren Flaggen und Wipfeln aufnahmen.
34 Staaten fuer die Monitor, sie flog auch ein Tuch das blau war und und die 34 Sterne hatte
Am Bug.
Alle anderen Flaggen sind Armee Flaggen, die spaeter offiezielle den Brauch der Navy uebernahm. Da gibt es kein offizielles Datum, aber am Ende des Krieges wurde die gemeinsame Flagge geflogen.
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Re: USS Monitor

Beitrag#16von I.AO † » 15. Jan 2014, 16:15

Danke Gue ,
da hast du mich und bestimmt etliche Andere eine Ecke schlauer gemacht .
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Re: USS Monitor

Beitrag#17von jürgen waldmann » 15. Jan 2014, 18:11

Auch ich bedanke mich ,
auch wenn ich immer noch grüble !
Gruss Jürgen
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Re: USS Monitor

Beitrag#18von Carpfanger » 15. Jan 2014, 21:31

Den Monitor als Thema find ich schon sehr ansprechend. Das rührt aus meinem Interesse für den ACW her.
Und was ich von Gue jetzt über die Fahnen und die Navy erfahren hab steht in keinem meiner Geschichtsbücher, Hut ab !

Ich habe eine Datei mit einer Fahne mit 34 Sternen, die hab ich vor Jahren mal für ein kleines Diorama ausgedruckt. Die Datei endet mit .prj und die kann ich nicht mehr öffnen.

Was ich so ad hoc anbieten kann ist eine Fahne mit 48 Sternen. Das sind zwar 14 zu viel, aber mal ehrlich: Wer außer Gue würde sowas wohl erkennen?
Außerdem war der Krieg ja 1865 zu Ende und da fuhren die Monitore immer noch.

Ach, genug geschwafelt, hier ist die Fahne, ob sie nun gebraucht wird oder nicht:
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Edit: Die Fahne ist im Maßstab 1/72 gedacht.
Fahrbereit:
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Re: USS Monitor

Beitrag#19von I.AO † » 15. Jan 2014, 22:09

Hey Thorsten ,
ich schalte jetzt mal den Klugscheissermodus ein , ein Schiff führt eine Flagge .
Eine Flagge wird an Flaggenleinen gesetzt .
Eine Fahne wird an einem Stab getragen .
Modus aus .
Bei wie fielen Sternen sind die zur Zeit eigentlich ?
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Re: USS Monitor

Beitrag#20von gnoib » 16. Jan 2014, 03:05

50 Hans, Costa Rica und Guam wuerden sehr gerne Staat werden. Da gibt es Bestrebungen.

Juergen, fuer Europaer ist die USA ein sehr verwirrendes Land, weil das Regionale Selbstbestimmungs Recht sehr Ernst genommen wird.

Ich gebe dir ein Beispiel, Kanabis = Dope ist auf Bundesebene verboten. Auch in medizinischen Faellen. Steht Gefaengniss drauf.

Seit 3 Jahren ist medizinisches in Colorado erlaubt, dafuer gibt es die entsprechenden Apotheken, Rezeptpflichtig. In Colorado hat die Regierung der USA, Feds, das akzeptiert, weil das Gesetz durch einen Volksentscheid kam. Gibt noch ein paar Staaten wo das erlaubt ist.
Jetzt ist Colorado per Volksentscheid den naechsten Schritt gegangen und hat Dope legalisiert, wird besteuert nicht zu knap und wie Allohol verkauft.
Fed hat akzeptiert, weil es ein Volksentscheid war. Aber jetzt geht es los, denn jedes County= Regierungsbezirk kann per Volksentscheid entscheiden ob sie den Freienverkauf von Dope zulassen wollen, jeder Ort in dem County kann dann entscheiden ob sie das zulassen, dazu brauch es keinen Volksentscheid. Mein County hat noch nicht entschieden, nur medizinisches, die Stadt Cortez nur mediziniesches, Dolores wo ich lebe, zu beidem Nein. Aber ich kann nicht verhaftet werden, wenn ich die erlaubten 6 Pflanzen als privat Verbraucher in meinem Garten habe, weil das gegen das Colorado Staatsgesetz verstossen wuerde.

Alles klar ?

Muenz diesen Irrsin auf die Flagge der USA um, zu einer Zeit wo es keine geregelte Vorschrift gab wie die Flagge der USA auszusehen hat, die Navy ausgenommen.
Solange das Ding Red-White and Blue beinhaltelte, war es ok.
Die Feds flogen die korrekte Zahl der Sterne, das heist der Herr General, aber alles darunter machte was es wollte und war oft eine politische Demonstration.
Haben wir ja heute noch.
Es ist ja nichts besonderes, das Private vor ihren Haeusern einen Flaggenmast haben. Stars and Stripes . Die Stars and Stripes alleine bedeutet das die Familien ein Mitglied in der Armee, oder Air Force, oder Marines, oder Navy, oder Coast Guard haben. Die Ex fliegen die Stars and Stripes und darunter den Staat und wenn sie politisch noch obendrein ein Statement machen wollen, eine Wipfel.
Es ist absolut korekt, obwohl Augenbraun hochgezogen warden, den Wipfel direct unter der Stars and Stripes zu fliegen.

1991 wohnte die Familie meiner Partnerin auf der Ranch weil sie ein neues Haus bauten. Ihr Sohn war in der Coast Guard und so flogen wir die Stars and Stripes fuer ein Jahr. Konnte ja nicht nein sagen. Die Deutsche Flagge unter den Stars and Stripes, weil ich Deutscher bin, oooooooooooook.
Ist nun mal so, was solls.

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