Panzerkanonenboot SMS Wespe der kaiserlichen Marine

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Panzerkanonenboot SMS Wespe der kaiserlichen Marine

Beitrag#1von Fuzzy » 22. Okt 2013, 00:27

Seit 22 Jahren lag der angefangene Rumpf des PaKaBo´s Wespe in meiem Keller und wartete darauf ein Fahrmodell zu werden.
Das erste,1986 fertiggestellt war ein Standmodell.

Panzerkanonenboot Wespe ( 1986 )
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Ich wollte meine beiden Söhne an den Modellbau heranführen und glaubte sie mit einem einfachen Modell wie die Wespe dafür begeistern zu können.
Deswegen begann ich mit einem zweiten Rumpf an dem die beiden dann weiter arbeiten sollten
:o :o

der angefangene Rumpf von 1986
Bild

Faddern mußte dan halt selbst weiter bauen.

Der angefangenen Rumpf wurde komplettiert und mit einer Rumpfbeplattung versehen.

Bild

Von diesem Rumpf wollte ich eine Form abnehmen,was ich bis Dato noch nie gemacht hatte.

Nur konnte ich mich nicht entscheiden ob sie aus GfK oder Silicon werden soll.

Während dieses Entscheidungsprozesses habe ich mich erst mal mit der Geschütz und deren Zubehör
beschäftigt.
Da mein Modell soll ein Fahrmodell werden soll das im fertigen Zustand,mit Akkus,Motoren und Fernsteuerungszubehör nur 1160 Gramm auf die Waage bringen darf,muß an jedem Gramm gespart
werden.
Deswegen habe ich für die gewichtsrelewanten Teile,die bei einem Standmodell aus Messing oder Aluminium
Angefertigt worden wären,Siliconformen gebaut und die Teile aus Biresin gegossen.

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Zwischenzeitlich habe ich mich dazu entschlossen eine einteilige Siliconform für den Rumpf zu bauen.

Während der Wartezeit auf das dafür benötigte Silicon, wurde die Geschützlaffette gebaut.

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Bild

Bild

Endlich wurde das Silicon geliefert und entsprehend schnell war auch die Siliconform fertig.

Am nächsten Tag auch mein erster selbst laminierter Rumpf.


Bild

Der ist leider in die Hose gegangen.Luftblasen waren drin,das Laminat bog sich in scharfen Kanten oder kleinen Radien vom Umriß der Form weg.
Außerdem gefiel mir das „Durchsichtige“ des laminierten Rumpfes nicht.Fehler im diesem sind wegen dieser Durchsichtigkeit sehr schwer zu entdecken.
Deshalb bestellte ich mir Vorgelat,das wie eine Grundierung wirkt und weiß ist.
Damit sollte dieses Problem dann gelöst sein.

Also,frisch an´s Werk, und den zweiten Rumpf voller Euphorie laminiert.
Mit weißen Vorgelat.
Die scharfen Kanten und kleinen Radien mit in Epoxydharz getränkten,Glasfaserschnitzeln,gefüllt.


Das große Erwachen kam nach dem Ausformen am nächsten Tag.

Wieder in die Hose gegangen.

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Beitrag#2von I.AO † » 22. Okt 2013, 09:16

Hey Günther ,

sehr schön das du hier einen Baubericht der Wespe zeigst .
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In der Ruhe liegt die Kraft

MfG Hans

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Beitrag#3von Fuzzy » 22. Okt 2013, 10:15

Beim hin-und her kopieren ist einiges daneben gegangen,wie du wohl bemerkt hast.
Besonders die Überschrift.Dumm das ich selbst daran nichts mehr ändern kann.
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Beitrag#4von FaTu » 22. Okt 2013, 10:50

Moin Günther,
das wird ja wieder nen besonderes Schmuckstück, so viel arbeit wie du dir bei der Form machst...
Vor allem Dazu würd ich mich über reichlich Details freuen :-)

Gruss,
Fabian

PS: Bin einmal mitm Tippex durch den Beitrag gegangen... 8-)
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Beitrag#5von Fuzzy » 22. Okt 2013, 12:54

Hi Fabian,

man muß auch mal was neues ausprobieren.
Formen,jedenfalls für so große GFK Rümpfe,hatte ich vorher noch nie gebaut.
Jedes Modell ist anders und hat seine eigenen Schwierigkeiten.


Mit dem Tipp Ex das warst du :roll:
Danke
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Re: Panzerkanonenboot Wespe der kaiserlichen Marine

Beitrag#6von Fuzzy » 22. Okt 2013, 15:08

Im Rumpf Nr.2 sind dieses mal zwar keine Luftblasen,dafür ist das Vorgelat an einigen Stellen nicht richtig ausgehärtet.
Also noch flüssig.
Habe wohl den Härter nicht sorgfältig genug unter gerührt.

Um das Chaos komplett zu machen, habe ich beim Ausformen des Rumpf´s natürlich die Siliconform beschädigt.
Schiet!!

Es wäre bitter, wenn noch nicht einmal ein I.O.Rumpf heraus käme, bevor die Form endgültig ihren Geist aufgibt.

Also,nächster Versuch.

Den dritten Rumpf kann man gebrauchen. Zwar hat sich das Laminat an 2 Stellen wieder etwas vom Umriß gelöst, aber das Vorgelat ist jetzt ausgehärtet.
Wegwerfen ist zu schade,deshalb wird er weiter bearbeitet.

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Im Folgenden hat sich herausgestellt das sich beim Handling die scharfe Kante des Rammsporns in Einzelteile auflöst.
Beim vierten Rumpf werde ich ein Stück Blech in Form des Rammsporn´s mit einlaminieren.
Rumpf Nr.3 wird nachträglich damit ausgerüstet.
Bild

Bevor ich mit dem Baubericht weiter mache sollen noch einige Daten der Wespe genannt werden.

Sie war das erste von insgesammt 11 Schiffen,die in den Jahren 1875 - 1881 von der AG Weser in Bremen gebaut wurden.
Sie waren nur 46 m lang und 10 m breit .Sie sollten die norddeutschen Küsten und Flußmündungen verteidigen und hatte aus diesem Grund einen flachen Boden damit sie auf den Watten und Sänden trockenfallen konnten ohne umzukippen.Ihre Hauptbewaffnung bestand aus einem einzigen Geschütz mit dem größten Kaliber das die deutsche Marine damals zu bieten hatte,30,5 cm

In den alten Verteidigungsanlagen von Helsinki steht heute noch ein Geschütz wie es das Insektengeschwader an Bord hatte.

( Ich möchte nicht wissen um wieviele Meter das Schiff nach dem Schuß durch den Rückstoß zurück geworfen wurde)
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PaKaBo Scorpion
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Weil alle Schiffe die gleichen Eigenschaften besaßen,einen flachen Boden sowie den Namen eines Insekts, nannte man sie auch das Insektengeschwader Wattwanzen oder Schlickrutscher

PaKaBo Natter
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So,während der Rumpf im Heizungskeller zum Trocken lag habe ich mich mit den wenigen Aufbauten der Wespe beschäftigt.
Fertig ausgerüstet,incl.Motoren Akku Regler und Empfänger, durfte das Modell nur 1160 g wiegen weshalb nur leichtes Material zum Einsatz kam.
Ihr seht das Kommandoturm und Schornstein aus Alu gedreht sind.Nach der Wespe habe ich für ein anderes Modell einen Schornstein aus Papier gebaut.
Der war genauso stabil jedoch viel leichter.
Bild

Der Rumpf hat die nötige Festigkeit um daran weiter arbeiten zu können.Das Schanzkleid ist im hinteren Bereich eingebaut.Es besteht aus 0,8er Sperrholz und ist mit Endfest 300 geklebt.
Die Winkel als Decksabschlußkante sind teilweise aufgeklebt und verspachtelt.
Außerdem ist,bzw.,war die Geschützredoute eingebaut.Siehe Auflagen.Eventuel werde ich sie herausnehmbar gestalten,um später besser an die Innereien heranzukommen.

Bild

Nachdem ich Tage und Wochen damit zugebracht habe Wellen,Ruder,Motoren,
Servo,Fahrtregler usw.in den nur 46 cm langen Rumpf einzubauen,hat mich heute der Hafer gespickt.

Ich mußte unbedingt wissen ob der Rumpf dicht ist.Meine Sorge galt besonders dem Ruderkoker,weniger den Wellen.Bedingt durch den geringen Freibord der Wattwanzen ragt er nur wenige Millimeter in den Rumpf hinein,und meine Befürchtung war, das Wasser durch die Verwirbelung der Schrauben in den Rumpf gedrückt wird.

Aber!!
Der Rumpf blieb innen trocken.

Bild

Es sind 2 Motoren aus dem Modellbahnbereich eingebaut.
12 V, Leerlaufdrehzahl max.6000 U

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Natürlich ist das Modell viel zu schnell,aber es macht sehr viel Spaß es zu steuern,auch wenn es noch im Rohbau ist.

Bild


Fortsetzung folgt
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Re: Panzerkanonenboot SMS Wespe der kaiserlichen Marine

Beitrag#7von Schlossherr » 22. Okt 2013, 18:01

Hallo Günther,
danke für Deinen interessanten Baubericht. Feine Sache und schönes Modell.
Gut auch, dass hier auch mal Mißerfolge und die Konsequenzen daraus geschildert werden.
Die Bilder könntest Du noch etwas größer einstellen, bis 800 Pixel Breite.
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Gruß
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Re: Panzerkanonenboot SMS Wespe der kaiserlichen Marine

Beitrag#8von Fuzzy » 22. Okt 2013, 18:29

Du weißt das meine Bauberichte richtige Bauberichte sind,einschließlich der Mißerfolge die beim Schiffchenbau nach Plan unweigerlich geschehen. Vorzeigeberichte,die viele Modellbauer bevorzugen um zu zeigen was sie alles können,so nach dem Motto,guck mal was ich hier schönes gebaut habe,das brauch ich nur noch zu lackieren dann ist es fertig,dabei aber verschweigen das dieses eine Teil zwei- oder dreimal gebaut werden mußte weil die anderen in die Hose gegangen sind.Was ist daran so schlimm?
Mir kann keiner erzählen das bei ihm alles auf Anhieb klappt.

Mit den Bildern,ist das so´n Sache.Rate mal warum ich diese Größe gewählt habe :roll:
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Re: Panzerkanonenboot SMS Wespe der kaiserlichen Marine

Beitrag#9von Schlossherr » 22. Okt 2013, 22:23

Günther hat geschrieben:Mit den Bildern,ist das so´n Sache.Rate mal warum ich diese Größe gewählt habe :roll:


...sag es uns......... 8-)
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Re: Panzerkanonenboot SMS Wespe der kaiserlichen Marine

Beitrag#10von Fuzzy » 22. Okt 2013, 23:25

Ich denke du weißt das die Wespe 2009 fertig geworden ist und ihr Baubericht,bevor es euer Forum überhaupt gab,in einem anderen Forum erschienen ist.

Die Fotos aus dem Baubericht im anderen Forum habe ich hierher verlinkt um mir Arbeit zu ersparen.
Und wenn der Baubericht der Wespe einst abgeschlossen sein sollte könnte es sein das ich vielleicht einen neuen, von dem Modell das zur Zeit in Arbeit ist,beginne.
Schaun mer ma, wie der Kaiser einst sagte.

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